Harald Burger
NATURZEICHEN
Farbe und Struktur
Malerei
Galerie in der Foerstermühle
11. April bis 31. Juli 2026
Eröffnung: Samstag, 11. April 2026 um 19.00 Uhr
Einführung: Rüdiger Baumann
Musik: „SVENSDAY“ mit Sven Heissler (Gesang und Gitarre),
Holger Stamm (E-Gitarre)
Einladung
(bitte anklicken)






Zur Ausstellung
„Struktur und Farbe“ ist der Titel der Kunstausstellung mit Malerei von Harald Burger. Der Künstler bespielt Ausstellungen im In- und Ausland, unter anderem in der Galerie des katholischen Kulturzentrums im Castro von Naxos (Insel der Kykladen). Er reist seit 1975 regelmäßig nach Griechenland und verehrt die einzigartige Farbwirkung des mediterranen Lichts. Seine Lieblingsinsel entdeckte er 1979 für sich und ist seitdem kontinuierlich mindestens einmal pro Jahr auf Naxos.
Burger arbeitet in Acryl auf Leinwand. Das Wichtigste ist ihm, eine Spannung zwischen Farbe und Struktur zu erzeugen. Ihn interessieren rissige Oberflächen und nicht das Glatte. Dabei übt die Ästhetik des Vergänglichen einen großen Reiz aus. Abgewetztes, Verrostetes, Steinreste in griechischen Marmorbrüchen, aber auch im ersten Moment nichtssagende Strukturen liefern die Grundlagen seiner Malerei. Weitere Inspiration findet er in der japanischen Ästhetik-Lehre „Wabi-Sabi“.
Frau Dr. Annette Kanzenbach, Kunsthistorikerin vom Landesmuseum Emden, schreibt über ihn:
„Auf der expressiven Linie steht die informelle Malerei, die Künstler wie Pollock und Tapies prägten. In dieser Tradition sieht sich auch Harald Burger, der dabei seinen eigenen Weg in einer Verbindung aus Ordnung, Eingriff und Zufall gefunden hat. Dass er die eben beschriebene, künstlerische Gestaltungskraft besitzt, lassen seine so eindrucksstarken, in sich reichen, doch geordneten und nie beliebig erscheinenden Werke erkennen. Sie zeichnet ein vielfältiges Zusammenspiel der Eigenschaften des Materials und des menschlichen Willens aus; sie erscheinen weder zufällig, noch sind sie exakt geplant. Man möchte diesem Wechselspiel nachforschen. Das Ergebnis fasziniert auf besondere Weise: Aus jeder Blickrichtung und Distanz kann man etwas Neues entdecken, das zum Nachspüren einlädt. Gleichzeitig aber bleibt das Ganze doch durch ein klares, spannungsreich ausbalanciertes Ordnungsmuster zusammengefasst. Dabei wird der Betrachter in Abhängigkeit von seinen persönlichen Erfahrungen, vielleicht auch von seiner augenblicklichen Stimmung, von ganz unterschiedlichen Qualitäten der Kunstwerke gefesselt sein.“

Harald Burger – Foto: Anne Sziegoleit